32. Lenzburger Frauentagung, 11. Januar 2020

  

Die Kraft der Macht

 

Zum 32. Mal hat die Frauenzentrale Aargau zu ihrer Tagung nach Lenzburg eingeladen.  Rund 140 Frauen hörten mit grossem Interesse dem thematischen Vortrag „Die Kraft der Macht“ zu, besuchten danach eine Weiterbildung, tauschten sich aus und vernetzten sich untereinander.

 

Susanne Hochuli, ehemalige Regierungsrätin des Kantons Aargau hielt ein motivierendes und spannendes Referat über Macht, Verantwortung und Entscheidung. Auf der Grundlage ihrer Lieblingsphilosophin Hannah Arendt zeigte sie auf, dass ein Mensch, der Macht hat, durch die Gruppe ermächtigt wird, im Sinne der Gruppe zu handeln. Hochuli richtet ihr Handeln im politischen und gesellschaftlichen Leben nach dieser Logik aus und überlegt bei ihren Entscheidungen, was diese für die Schwächsten der Gesellschaft bedeuten würden. Wer ermächtigt wird zu entscheiden, macht aber auch Fehler. Sie ermunterte die Frauen, sich zu getrauen, Risiken einzugehen und es hinzunehmen, dass auch bei besten Vorbereitungen gewisse Entscheidungen ein Wagnis bedeuten. “Verantwortung zu übernehmen und zu entscheiden, bedeutet aus der Wohlfühloase herauszukommen, man schafft sich mit Entscheidungen immer Gegnerinnen und Gegner. Die Vorstellung, dass ich in einer gewissen Rolle - und nicht als Person – angegriffen werde, schützt mich aber als Mensch.“ Zu erfahren, dass frau die meisten Fehler überlebe, gebe das nötige Selbstvertrauen. Aber etwas könne böse enden, meinte die mutige ehemalige Reittherapeutin mit einem  Lachen: „Einem pubertierenden Hengst  rückwärts auszuweichen! Bleiben Sie stehen, dann haben Sie Macht über all Ihre Ängste.“

Die ehemalige Regierungsrätin probiert gerne Neues aus, z.B. baut sie gerade ein startup auf, das Frauen aus dem Asylbereich Arbeitsplätze bieten wird. Hochuli hat überzeugt und wurde mit einem langen Applaus verabschiedet.

 

Danach füllten die acht Frauen des Fricktaler Frauenchors „Malaikas“ mit ihren berührenden Liedern musikalisch den Raum und bewegten die Zuhörerinnen aktiv werden zu wollen. Die vielfältigen Workshops boten Gelegenheit sich weiterzubilden mit dem Ziel, die Themen zu vertiefen und im Beruf, in der Politik und im gesellschaftlichen Engagement sowie auch privat anzuwenden. Dazwischen blieb genügend Zeit um sich kennenzulernen und den persönlichen Austausch zu  pflegen.

 

Brigitte Rüedin, Präsidentin Lenzburger Frauentagung

 

Fotoalbum


Sponsoren Lenzburger Frauentagung 2020



 

Stiftung für staatsbürgerliche Erziehung und Schulung
www.sses-ffc.ch


31. Lenzburger Frauentagung - 12. Januar 2019

„Erlauben wir uns öfters einen Mutausbruch“

Endlich katholische Priesterin sein

 

An der 31. Lenzburger Frauentagung trafen sich rund 120 Frauen zur jährlichen Weiterbildung. Die Theologin, Buchautorin und Journalistin Jacqueline Straub hielt das Hauptreferat und zog die anwesenden Frauen in ihren Bann. Die junge Frau möchte katholische Priesterin werden und kämpft dafür seit 7 Jahren unentwegt und mit grosser Hingabe dafür. Sie stellte die Gleichberechtigung von Frauen und Männern in der katholischen Kirche ins Zentrum ihres Wirkens. Mutig tritt sie in den Medien auf und argumentiert mit grosser Energie, Frische und Selbstverständlichkeit für das scheinbar aussichtslose Ziel. Frau Straub erklärte den Frauen, warum sie nach wie vor an ihrer Sehnsucht festhält und daran glaubt, dass ihr sehnlichster Wunsch Wirklichkeit werden könnte. „In dir muss brennen, was du in anderen anzünden willst“, dieses Zitat vom Kirchenlehrer Augustinus hat sie als ihr Lebensmotto gewählt.  Sie motivierte die Frauen, manchmal auch das Unmögliche in ihrem eigenen Leben zu denken und mit ganzem Einsatz darauf hinzuarbeiten, grosse und kleine Visionen Wirklichkeit werden zu lassen. „Nur wer mutig ist und etwas riskiert, kann etwas Neues und Besseres bewirken“. Sie plädiert auch dafür, dass die Frauen untereinander solidarischer sind und Ideen verwirklichen, die auch anderen Menschen Nutzen bringen.

 

Danach konnten sich die Frauen in den angebotenen 10 Workshops aus den Bereichen Kommunikation, Gesundheit, Gesellschaft, Politik und Kreativität weiterbilden und vernetzen. Zum Schluss sangen die Frauen mit „Stimmvolk.ch“ und haben dadurch ihr an diesem Samstag gewachsenes Gemeinschaftsgefühl  gestärkt. Die Frauentagung wird als Auftakt eines neuen Jahres sehr geschätzt und entspricht im Kanton Aargau einem Bedürfnis.

 

Im Namen der Kommission

 

Brigitte Rüedin, Präsidentin

30. Lenzburger Frauentagung


30. Lenzburger Frauentagung
Samstag, 13. Januar 2018

Kommission LenzburgerFrauentagung
Gertrud Häseli-Stadler

Frauentagung «nichts ist peinlich, nur lügen und stehlen»

Die Frauenzentrale Aargau lud zum 30. Mal nach Lenzburg zur Tagung ein. 150 Frauen trafen sich zum regen Austausch und zur persönlichen Weiterbildung. Gülsha Adilji, Autorin und Moderatorin hielt das erfrischende Hauptreferat. Sie berichtete ungeschminkt aus ihrem Erfahrungsschatz. «Oh, das ist so peinlich», eine Situation, die die meisten aus der Mutter-Tochter Beziehung kennen. Die Mutter von Gülsha antwortete jeweils darauf: nichts ist peinlich, ausser lügen und stehlen. Mit diesen Worten ermunterte Gülsha Adilji alle, bei sich selber zu sein ohne die von aussen vorgegebenen Schönheits- und Verhaltensmuster zu kopieren.

Eine der Politikerinnen der ersten Stunde, Ursula Mauch, war an der ersten Frauentagung Hauptreferentin.  Ergänzend zur Referentin aus der Generation Z berichtete sie von ihren Erfahrungen als erste Aargauer Nationalrätin. Ursula Mauch, eine Pionierin, die vielen Frauen den Weg ebnete!  

Keine Frauentagung ohne musikalischen Beitrag. Die vier klangvollen Stimmen von «Famme» füllten den Saal bis in die letzte Ritze mit ihren liebbösen Mundartliedern. Die Zuhörerinnen liessen sich berühren und verzaubern.

Das weitere Tagungsprogramm bot Gelegenheit Workshops zu Themen wie Kommunikation, Storytelling, Humor oder Medien zu besuchen.  Dazwischen blieb genügend Zeit, den persönlichen Austausch zu pflegen.

Gertrud Häseli, Wittnau gibt die Tagungsleitung nach 7 Jahren an Brigitte Ruedin, Rheinfelden weiter. Die Frauenzentrale wird auch künftig dazu beitragen, dass sich Frauen vernetzen und von verschiedenen Dienstleistungen profitieren können.

Wittnau, 17.1.2018 Gertrud Häseli 

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29. Lenzburger Tagung - 14. Januar 2017

 

Denkmuster verändern – Potenziale wecken

So hiess das Motto der 29. Lenzburger Tagung 2017.

150 Frauen trafen sich am Samstag, 14.1.2017, zur spannenden Frauen-Tagung, welche einmal jährlich in Lenzburg stattfindet.

Margrit Stamm, Professorin für Erziehungswissenschaften, hielt das Eingangsreferat und gab anregende Denkanstösse für vielfältige Lebensmuster zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Ergänzt wurden ihre Ausführungen mit aufschlussreichen Zahlen aus ihrer TARZAN-Studie "Wer Väter sind, was sie tun, wie sie wirken".

Sonja Huber und Eva Buchmann rundeten als Duo Lottchen den Tagungseinstieg ab. Ihre charismatisch-gefühlvolle Kombination von Gesang und Vibraphon war ein wahrer Hörgenuss gewesen.

Im zweiten Teil konnten die Teilnehmerinnen das Angebot von 10 verschiedenen Workshops aus den Bereichen Gesellschaft, Kommunikation, Gesundheit und Kreativität zur persönlichen Fortbildung nutzen.

Der Schlussapéro bot schliesslich Gelegenheit, sich über das Erlebte und Erlernte auszutauschen.

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Die nächste Lenzburger Tagung findet am Samstag, 13. Januar 2018 statt. Reservieren Sie heute schon das Datum.


28. Lenzburger Tagung, 09. Januar 2016

 

FRAU.MACHT.ZUKUNFT  das Motto der 28. Lenzburger Tagung 2016.

145 Frauen aus allen Teilen des Kantons trafen sich am Samstag, 9.1.2016 zur jährlichen Lenzburger Tagung.

Die Tagung wurde durch Nicole Althaus, Mitglied der Chefredatkion der NZZ am Sonntag, eröffnet. Sie nahm die aktuelle Thematik der sexuellen Übergriffe auf Frauen auf und betonte, dass ausnahmslos alle aufgerufen sind, diese Taten aufs Schärfste zu verurteilen, wobei wir ihr nur zustimmen können.

Komödiantin "Frieda" brachte lustvoll ihre eigene Sicht auf das Thema FRAU.MACHT.ZUKUNFT mit dem Lied "Es wott es Fraueli z'Märit go" - wir alle kennen das Lied und wissen, was alles schief gehen kann, wenn die Frau das Haus verlässt.

Im zweiten Teil konnten die Teilnehmerinnen das Angebot von 11 verschiedenen Workshops für ihre persönliche Weiterbildung nutzen.

Die Lenzburger Tagung soll Frauen im Aargau untereinander vernetzen und ermuntern, ihre Talente und Fähigkeiten zu nutzen, auszubauen und zugunsten der Gesellschaft einzubringen.

Am Schlussapéro konnten sich die Frauen über das Erlebte austauschen und  sich bereits das Datum der 29. Lenzburger Tagung 2017 notieren:

Samstag, 14. Januar 2017

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27. Lenzburger Tagung, 10. Januar 2015

Es war ein tolles Gefühl, in so viele aufgestellte Gesichter blicken zu dürfen – es war schön!

Mehr als 140 Besucherinnen fanden am 10. Januar 2015 den Weg in die Berufsschule Lenzburg zur 27.Tagung für Frauen. Den ganzen Tag konnte frau an den unterschiedlichsten Workshops teilnehmen, sich weiterbilden und austauschen.                       ·

Den Input  zum  diesjährigen  Motto

«Frischer Wind» gab die renommierte Zürcher Modedesignerin Ida Gut mit einer genauso  sympathischen wie erfrischenden Rede. Gemäss dem Motto «Wenn frischer Wind weht, schliessen einige die Fenster -  andere setzen die Segel»,

Die Feedbacks der Workshop-Teilnehmenden zeigen eine grosse Wertschätzung und Zufriedenheit über die gebotenen Weiterbildungsmöglichkeiten.

Und wie immer nach der Tagung ist auch vor der Tagung. Sollten Sie sich interessieren an einer Mitarbeit in der Kommission der Lenzburger Tagung, freuen wir uns, wenn Sie sich bei uns melden.

Es werden immer wieder Frauen mit Ideen und Lust zum Mitarbeiten gesucht.

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